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Die Tradition aller toten Geschlechter lastet wie ein Alp auf dem Gehirne der Lebenden.

K. Marx, MEW 8, S.115

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Zukunftsangst reloaded - Die Ökobewegung ist zurück, diesmal als Greisenaufstand der Kinder

Die Ökobewegung ist zurück aus der Mottenkiste, und diesmal haben sie keine Hippies, rechte oder linke Landkommunen herausgekramt, sondern Kinder und Jugendliche der upper middle class aus den Wohlstandsländern dieser Welt, die ihre Angst vor der Zukunft pausbäckig herausposaunen, während der Großteil der Menschheit nicht einmal eine Gegenwart hat. „Wir stehen am Anfang eines Massenaussterbens…“ sagte Greta Thunberg unter Tränen auf dem Klimagipfel in New York und fügte größenwahnsinnig an die Staatenlenker dieser Welt gerichtet an: „Wir werden euch das nicht durchgehen lassen. Die Welt wacht auf, und es wird Veränderungen geben, ob ihr es wollt oder nicht.“ (dpa) Für den zähen Durchhaltewillen, es auf dieser Welt auszuhalten (Extinction Rebellion), muss schon das Horrorszenario des Aussterbens der Menschheit als abschreckender Gegenentwurf zum Status quo bemüht werden, um zu insistieren, dass es Veränderungen geben wird, damit alles so bleibt, wie es ist. Dass es nicht so bleiben wird, wie es ist, ist durch den Aufstieg ehemaliger Kolonialländer, wie China oder Indien, aus denen Konkurrenten geworden sind, bereits beschlossen. Die moralische Anklage der besorgten Generation an die Führer der Welt, bedeutet zweierlei: Einerseits sagt sie ihnen: „Macht Platz, eure Zeit ist abgelaufen, wir wollen an die Fleischtöpfe, unsere Legitimation ist die Rettung der Welt.“ Andererseits sagt sie: „Kennt euren Platz!“, sie will allen Aufsteigern der ehemaligen Dritten Welt mit der Klimaargumentation ihren Platz zuweisen. Hinter allem steckt die berechtigte Angst vor dem eigenen Abstieg, der mit der Selbstwahrnehmung nicht korrelieren will.

Special

Der Blick aus dem Grab – Die Perspektive des Individuums im Kapitalismus

Ein Rückblick auf die bürgerliche Welt mit Wolfgang Pohrt

Teil 1: Vom Desperado zum Bedürfnisbündel

"Wer sich tot stellt, bleibt länger leben. Wer seinen Kopf nicht gebraucht, der darf ihn behalten. Wer kein menschenwürdiges Leben führt, kriegt danach Pension." schrieb Pohrt vor 40 Jahren, um darauf zu insistieren, dass das Elend der kapitalistischen Gesellschaft sich vor allem durch die verschiedenen Gesichter des Elends auf der Welt unterscheidet und auch die Gewinner Verlierer sind.

Teil 2: Vom Kleinbürger zum Bürokraten der Vernichtung

“Höß ist das lebendig gewordene Stelleninserat. Nach ihm brauchen die Menschen weder ein anderes Selbst noch eine andere Welt, sie brauchen ein anderes Selbstbewusstsein, mit diesem werden sie überall glücklich, auch im Gefängnis.”

Erscheint in Kürze...

Teil 3:

Erscheint in Kürze...

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